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Die Migräne ist eine neurologische Erkrankung, unter der ca. 10 % der Bevölkerung leiden. Sie tritt bei Frauen etwa dreimal so häufig auf wie bei Männern und hat ein vielgestaltiges Krankheitsbild. Dieses ist bei Erwachsenen typischerweise durch einen periodisch wiederkehrenden, anfallartigen, pulsierenden und halbseitigen Kopfschmerz gekennzeichnet, der von zusätzlichen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit (Photophobie) oder Geräuschempfindlichkeit (Phonophobie) begleitet werden kann. Bei manchen Patienten geht einem Migräneanfall eine Migräneaura voraus, während der insbesondere optische oder sensible Wahrnehmungsstörungen auftreten. Es sind aber auch motorische Störungen möglich. Die Diagnose wird nach Ausschluss anderer Erkrankungen als Ursachen üblicherweise mit Hilfe einer Anamnese gestellt.

Die Krankheit kann schon im Kindesalter beginnen. Im letzten Grundschuljahr klagen bis zu 80 % aller Kinder über Kopfschmerzen. Etwa 12 % von ihnen berichten über Beschwerden, die mit der Diagnose einer Migräne vereinbar sind. Bis zur Pubertät erhöht sich der Anteil auf 20 %. Vor der Geschlechtsreife besteht statistisch gesehen kein Unterschied zwischen den Geschlechtern in Bezug auf das Erkrankungsrisiko. Erst mit der Pubertät steigt die Prävalenz beim weiblichen Geschlecht an.   

Homöopathische Behandlung
Die Homöopathie kann sich erfahrungsgemäß zur Behandlung der Migräne anbieten. Ganz wichtig bei der Behandlung der Migräne ist es, herauszufinden, seit wann die Beschwerden bestehen. Die meisten Patienten, die in meine Praxis für Homöopathie in Westfeld bei Hildesheim kommen und unter Migräne leiden sind weiblich. Bei Frauen kann man oft einen Bezug zum weiblichen Zyklus oder der Einnahme von Hormonen sehen. Aber auch Verläufe ohne diesen Bezug sind zu beobachten.

Am Anfang der Behandlung steht eine ausführliche Erstanamnese. In diesem Gespräch werden alle zur Krankheit wichtigen Faktoren erhoben, welche wären:

  1. Was hat die Beschwerden ausgelöst?  
  2. Seit wann bestehen die Beschwerden?
  3. Wann treten die Beschwerden auf? Gibt es eine Periodizität?  
  4. Wo genau schmerzt es? Wie lässt sich der Schmerz beschreiben?
  5. Gibt es Phänomene die dem Schmerz vorausgehen?  
  6. Gibt es begleitende Symptome? (z.B. Übelkeit)  
  7. Wann und wodurch werden die Beschwerden besser oder schlimmer? (z.B. Ruhe, Bewegung, Liegen, Sitzen, Kälte, Wärme, tagsüber, nachts u.a.)  
  8. Gibt es zugleich noch andere Beschwerden, z.B. Taubheits- oder Kribbelempfindungen?  
  9. Welche Auswirkungen haben die Beschwerden auf die gesamte Verfassung und das Befinden?  
  10. Zusätzlich muss noch geschaut werden, welche Erkrankungen sonst schon einmal aufgetreten sind, welche Belastungen es im Leben gibt und welche Erkrankungen in der Familie (bei Eltern, Großeltern, Geschwistern) aufgetreten sind
Anhand dieser Symptome wird dann ein individuell passendes homöopathisches Mittel gegeben.
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