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Ein Text von Dr. Heinrich Hümmer des Bündnisses "Homöopathie wirkt":

"Influenza, Husten und und
Co. - wie kann die Homöopathie, durch uns Therapeuten verantwortlich angewandt, weiterhelfen, wenn die konventionelle Medizin an ihre Grenzen kommt?

Ein aktueller exemplarischer Fall:

Am 24.10.2019 verspürt die damals 55jährige Patientin erstmals brennende Halsschmerzen, die in den nächsten Tagen wieder vergehen. Am 27.10. überfallen sie „auf einen Schlag“ rasende Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, heftige Übelkeit und Magenschmerzen bei Fieber von 39,5. Am darauffolgenden Tag schmerzt die rechte Lungenseite beim Atmen und besteht weiterhin Fieber bis 39,9. Bei gleichbleibenden rechtsthorakalen Schmerzen ohne eindeutigen auskultatorischen Befund erfolgt die stationäre Einweisung zur Diagnostik und Therapie. Hier zeigt sich eine Tachykardie um 100/Min., eine auffallende Hypotonie bis RR 70/50 sowie ein Abfall der Sauerstoffsättigung bis auf SpO2 90%.

Nachdem eine Röntgenuntersuchung der Lunge die entzündliche Infiltration des rechten Lungenunterlappens bestätigt, erhält die Patientin eine kombinierte Antibiose mit oral Roxithromycin und Ampicillin/Sulbactam per Infusion ab dem gleichen Abend, da ein maximal erhöhtes CRP (max. 402 am 30.10.) und auch ein deutlichst erhöhtes Procalcitonin (max. 31, 9 am 29.10.) auf eine bakterielle Ursache hinweisen.

Trotz hochdosierter Fieber-und Schmerzmedikation mit Novalgin (Novaminsulfon) hat die Patientin weiterhin deutliche Schmerzen in der rechten Brust sowie heftigste Kopfschmerzen, das Fieber lässt sich nur leicht absenken. Am 31.10 klingen die Gliederschmerzen ab, dafür tritt zunehmende Übelkeit und Ekel vor Essen auf. Die Kurzatmigkeit nimmt noch zu und die Patientin hat, obwohl sie am offen Fenster steht, stärkste Atemnot, welche Todesängste auslöst.

Als die beängstigenden Beschwerden auch am nächsten Tag (1.11.) unvermindert anhalten mit jetzt pochenden Kopfschmerzen, ruft die Patientin aus dem Krankenhaus in verständlicher Angst an und bittet um „zusätzliche“ Hilfe, da die Krankenschwestern und Ärzte offensichtlich ratlos auf die doch schon laufende Antibiose und Sauerstoffgabe verweisen. Der Patientin wird nach Schilderung der (Begleit)- Beschwerden Carbo-vegetabilis C 30 und Belladonna C 30 überbracht, was jedoch ohne irgendeine Wirkung bleibt.

Am folgenden Tag (2.11.) erfolgt bei gleichbleibender Übelkeit und Kopfschmerzen nach telefonischem Kontakt die erneute homöopathische Analyse der Symptome, wobei sich jetzt als mögliches Simile Ipecacuanha ergibt. Unmittelbar (innerhalb einer ¼ Stunde) nach Gabe von Ipecacuanha C 30 verschwindet die Übelkeit, intermittierend verstärken sich die Bauchschmerzen und der Kopfschmerz ist nach einer Stunde verschwunden. Die Transaminasen, die sich bei Aufnahme noch im Normbereich befunden hatten, finden sich jetzt deutlich erhöht.

Am Sonntag den 3.11. sind alle Schmerzen verschwunden, der Appetit ist wieder besser und seit dem Mittag lässt die Atemnot deutlich nach.

Am 4.11. fühlt sich die Patientin wieder körperlich „auf dem aufsteigenden Ast“, der Schlaf ist ohne Unterbrechung und Atemnot möglich, bei allerdings noch deutlichem Nachtschweiß.

Was kann uns dieser Fall lehren?

  • wir können uns glücklich schätzen, dass wir in einem Zeitalter der (noch) wirksamen Antibiotika leben
  • Antibiotika wirken ausschließlich auf Bakterien, die von ihnen ausgelösten lokalen Gewebsreaktionen und die Begleitsymptome im gesamten Körper haben eine vom Antibiotikum (bzw. den Bakterien) in der Folge unbeeindruckte Eigendynamik, für welche die sog. wissenschaftliche Medizin (außer vielleicht Cortison und sonstige anti-entzündliche Medikation mit mäßigem Erfolg) keine Handhabe hat.
  • Wir können uns glücklich schätzen, dass die Homöopathie auf solche körperliche Reaktion einzuwirken vermag.
  • Homöopathische Mittel können und müssen (zumindest bei akuten Erkrankungen) sofort deutlich positive Wirkungen entfalten, wenn sie „passgerecht“ gewählt wurden.
  • Ein Placebo-Effekt ist bei einem Ablauf wie oben geschildert äußerst unwahrscheinlich.
  • Bisher (noch) unerklärlicherweise wirken homöopathische Mittel in Potenzierungen von C 30
  • Da virale Erkrankungen wie Influenza und Co. nicht auf Antibiotika ansprechen, können wir uns glücklich schätzen, wenn wir weitere Therapie-Optionen als Werkzeug besitzen....

Und wie ging es weiter?

Auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus war die Patientin noch einige Zeit in deutlich reduziertem Allgemeinzustand mit Kurzatmigkeit bei geringster Belastung, welche unbeeindruckt durch mehrere homöopathische Mittel persistierte und sich erst nach Gabe von Tuberculinum C 200, dann aber prompt und eindeutig besserte.

Wie kann uns die Homöopathie bei Influenza mit Husten, bakterieller und v.a. viraler Pneumonie (Lungenentzündung) unterstützen, gerade wenn Antibiotika wirkungslos sind [Virus] oder allein nicht ausreichend ansprechen [ausbleibende Besserung des klinischen Befindens trotz testgerecht laufender antibiotischer Behandlung ?

[alle im Folgenden genannten Empfehlungen gerade bei gravierenden Verläufen von Influenza oder Pneumonie ersetzen keine ärztliche Beratung, Untersuchung und Überwachung und sollten homöopathischerseits nur unter Führung von diesbezüglich erfahrenen und gewissenhaft die Grenzen homöopathischer Behandlung beachtenden TherapeutInnen erfolgen]

Sie ist inzwischen ubiquitär und vermutlich hat jeder, ob alt oder Jung, erkrankt oder nicht, bereits Kontakt gehabt: Influenza A oder B (oder im günstigeren Fall „nur“ der grippale Infekt).

Sie beginnen meist mit heftigen, anhaltenden Halsschmerzen, teilweise mit Kopfschmerzen und Gliederschmerzen sowie starkem Krankheitsgefühl und Fieber, um dann in einen quälenden, trockenen Reizhusten überzugehen, der sich über Wochen hinziehen kann und sich „einfach nicht lösen will“.

Nun werden Hustenblocker gefordert und mediziert, die häufig bescheidene Wirkung entfalten oder aber ungenießbar sind. Pflanzliche Antitussiva werden löffelweise genossen und scheinen ebenso wenig auszurichten. Mangels Alternativen werden, auch wenn die virale Genese offensichtlich ist, Antibiotika von den Patienten gefordert [„Da muss doch was „Gscheites“ und „Starkes“ her“] und häufig auch rezeptiert [ der nächste Doktor könnte nämlich was „Gscheites“ geben und außerdem bin ich mit einem Antibiotikum als Behandler „immer auf der sicheren Seite“] und helfen erwartungsgemäß nichts!

Gibt es effektive Alternativen?

Ja, wenn man denn gezielt homöopathisch behandelt, immer jedoch unter Einhaltung der Grenzen homöopathischer Therapie, engmaschiger Erfolgskontrolle und ggf. Hinzunahme konventioneller Therapie-Optionen wie Antibiotika bei Hinweis auf bakterielle Superinfektion oder mangelhaftem sofortigem [!] Ansprechen auf homöopathische Mittel."

!!! Die im Text genannten homöopathischen Mittel wirken nicht bei jedem beliebigen Krankheitsfall und sollten dher nicht von Laien einfach verwendet werden. Ein homöopathisches Mittel muß, damit es eine schnelle Wirkung erzielen kann; immer individuel ausgewählt und eingesetzt werden!!!
Praxis für Homöopathie · Astrid Günther · Westfelder Hauptstr. 33 · D-31079 Sibesse-Westfeld
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