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Ein Burnout-Syndrom (englisch (to) burn out: „ausbrennen“) bzw. Ausgebranntsein ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit. Es kann als Endzustand einer Entwicklungslinie bezeichnet werden, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse zu Desillusionierung und Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Depression oder Aggressivität und einer erhöhten Suchtgefährdung führt. Es handelt sich um eine körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung aufgrund beruflicher Überlastung. Diese wird meist durch Stress ausgelöst, der wegen der verminderten Belastbarkeit nicht bewältigt werden kann.

Symptome des Burnout-Syndroms:

  1. 1Emotionale Erschöpfung (exhaustion oder fatigue): Diese Erschöpfung resultiert aus einer übermäßigen emotionalen oder physischen Anstrengung (Anspannung). Es ist die Stress-Dimension des Burnout-Syndroms. Die Betroffenen fühlen sich schwach, kraftlos, müde und matt. Sie leiden unter Antriebsschwäche und sind leicht reizbar.
  2. 2Depersonalisierung: Mit dieser Reaktion auf die Überlastung stellen die Betroffenen eine Distanz zwischen sich selbst und ihren Klienten (Patienten, Schülern, Pflegebedürftigen, Teamkollegen oder Kunden) her. Das äußert sich in einer zunehmenden Gleichgültigkeit und teilweise zynischen Einstellung gegenüber diesen Personen. Mit anderen Worten: Sie lassen die Probleme und Nöte der Klienten nicht mehr an sich herankommen und konzentrieren sich auf den sachlichen Aspekt der Beziehung. Die Arbeit wird zur reinen unpersönlichen Routine.  
  3. .Erleben von Misserfolg: Die Betroffenen haben häufig das Gefühl, dass sie trotz Überlastung nicht viel erreichen oder bewirken. Es mangelt an den Erlebnissen des Erfolges. Weil die Anforderungen quantitativ und qualitativ steigen und sich ständig verändern, erscheint die eigene Leistung im Vergleich zu den wachsenden Anforderungen gering. Diese Diskrepanz zwischen Anforderungen und Leistungen nimmt der Betroffene als persönliche Ineffektivität bzw. Ineffizienz wahr. Dies ist auch eine Folge der Depersonalisierung, weil die Betroffenen sich von ihren Klienten entfernt haben und auf deren Erwartungen nicht mehr wirksam eingehen können. Darunter leidet der Glaube an den Sinn der eigenen Tätigkeit.  

Das Burnout-Syndrom kann ähnliche Symptome wie das Boreout-Syndrom aufweisen: Der Begriff stammt aus dem englischen bore = (sich) langweilen und bezeichnet den Zustand beruflicher Unterforderung und Unzufriedenheit. Dieser Zustand kann von gleichzeitig hoher Geschäftigkeit und reduzierter Leistungsfähigkeit sowie emotionaler Erschöpfung begleitet sein.
In der Burnout-Entstehung läuft der Organismus immer auf Hochtouren, immer so als wäre er gerade auf der Flucht. Auch die Hormonlage im Körper ist dem angepaßt, d.h. der Adrenalinspiegel und der Cortisolspiegel sind dauerhaft erhöht, was zu folgenden körperlichen Symptomen führt:

  1. Herzklopfen
  2. Zittern
  3. Schwitzen
  4. Schlafstörungen
  5. Unruhe
  6. Schwindel
  7. Blutzucker erhöht
  8. Blutdruck erhöht
  9. erhöhte Reizbarkeit
Mit der Zeit erschöpft sich dieses System, d.h. der Körper kann die hohen Anforderungen nicht mehr erfüllen, der Hormonspiegel sinkt dauerhaft ab, was dann zu folgenden Symptomen führt:

  1. Abneigung gegen Tätigkeiten und Personen
  2. erhöhte Infektneigung
  3. unerträgliches Erschöpfungsgefühl
  4. funktionelle Herzbeschwerden (Herzklopfen,- stiche etc.)
  5. Verzweiflung bis zur Depression
  6. Aggressionsausbrüche
  7. unkontrolliertes Weinen
Homöopathische Behandlung
Die Homöopathie kann sich erfahrungsgemäß zur Behandlung des Burnouts anbieten. Die Behandlung muss an mehreren Punkten ansetzen. In meiner Praxis für Homöopathie in Westfeld bei Hildesheim kläre ich in einem ausführlichen Erstgepräch erst einmal die Lebensumstände ab, aus denen sich die Beschwerden entwickelten. Neben einer homöopathischen Therapie muss natürlich die berufliche oder private Situation mit belastenden Elementen überdacht werden. Es macht aber auch Sinn, die Ernährung zu beleuchten, so wie das Freizeitverhalten zu bertrachten.
Am Anfang der homöopathischen Behandlung steht eine ausführliche Anamnese. D.h. es wird erfragt  wie die Haupt- und Nebenbeschwerden sind. Wichtig ist, herauszufinden, wie sich die Krankheit ganz individuell beim Erkrankten äußert. Dazu ist es nötig zu rekonstruieren, wie die Beschwerden entstanden sind und wann, aus welcher Lebenssituation heraus, sie sich entwickelt haben. Es ist hilfreich zu erfahren, was für Krankheiten sonst noch im Leben bestanden haben und wie diese behandelt wurden. Allgemeine Symptome wie Schlaf, Appetit, Verdauung, Wetterfühligkeit etc. sind wichtig, ferner der Charakter des Patienten und seine Wesenszüge. Eine solche Anamnese dauert bei chronischen Erkrankungen in der Regel zwischen zwei und drei Stunden.
Nur auf der Grundlage dieses Gesamtbildes der individuellen Symptome – und nicht allein nach dem Namen der Krankheit – lässt sich dann das passendste homöopathische Arzneimittel finden.
Praxis für Homöopathie · Astrid Günther · Westfelder Hauptstr. 33 · D-31079 Sibesse-Westfeld
Tel.: 05065/8000544 · info@praxis-a-guenther.de · Impressum